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Lenzkirch Engelsuhr, sehr selten!

Bitte haben Sie etwas Geduld beim Laden der Seite. Eine ausf√ľhrliche Beschreibung erfordert eine ebenso ausf√ľhrliche Bebilderung. Sie werden nicht entt√§uscht sein.

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 04Die angebotenen Artikel sind ausnahmslos fachgerecht restauriert und zwar aus einer Hand. Sie haben also nach einem Kauf nicht zuerst den Restaurator und dann den Uhrmacher aufzusuchen, um eine Wohnzimmer fertige Uhr zu erhalten, die auch funktioniert. Es gibt so gut wie keine Uhrmacher, die Geh√§use restaurieren k√∂nnen. Beim Restaurator bezahlen Sie so viel, wie die Restauration einer Kommode kostet. In meinen Preisen ist also die Restaurations- und Uhrmacherarbeit, sowie eine 1 j√§hrige Garantie einkalkuliert, die sie woanders (gekauft wie gesehen, keine R√ľcknahme ... ) nicht erhalten. Sie kaufen hier ohne Risiko, Folgekosten und Reue.

___beschreibung

Fast so selten wie die Storchenpendulen (Storchenuhr) von Lenzkirch, sind die Engelspendulen oder Lenzkirch Engelsuhren. Die beiden Engel, die auch an der Storchenuhr vorkommen, gaben den Pendulen die Namen.

Wie auch die Storchenuhren gab es die Engelsuhren  in verschiedenen Erscheinungformen. Es gab Varianten mit cremefarbigen Zifferbl√§ttern, mit arabischen oder r√∂mischen Ziffern, mit Holzs√§ulen und mit Bronzes√§ulen, s√§urevergoldet oder bei der Luxusversion feuervergoldet.

“Die richtige Engelsuhr” gab es genauso wenig wie “die Storchenuhr”. Modelle variierten oft ein wenig. Auch in den Applikationen.

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 05Diese Variante mit dem schneeweißen Emaillezifferblatt, den römischen Ziffern in blau und den feuervergoldeten Bronzeapplikationen gehört zu den selteneren Modellen. Es gab ebenso eine sogenannte große Engelsuhr, die Engelspendule mit Schlagwerk. Auch davon gab es Variationen in verschiedenen Preisklassen.

Das Geh√§use dieser kleinen Engelsuhr ist aus Nu√übaum Vollholz, fehlerlos intakt, mit geschwungenem Dach, auf dem sogar die Dachschindeln angedeutet sind. Geschm√ľckt wurde das Geh√§use mit 31 Applikationen aus Bronzeguss, die grundiert und feuervergoldet wurden. Das Zifferblatt besteht aus wei√ügrundiger Emaille, ohne Haarrisse oder sonstige Besch√§digungen. Die Ziffern sind dunkelblau, die Zeiger aus gestanztem Messingblech. So wie der Rest der Uhr, ist auch die hintere T√ľre original in makellosem Zustand, wie auch der Riegel zum Verschlie√üen der Uhr.

Die Uhr war sehr lange in Holzwolle und Holzkiste eingelagert, mit der Zeit verblassten die Applikationen und liefen an, wie auch das Gehäuse. Im Fundzustand konnte man die ehemalige Pracht nur erahnen. Hier galt es nun, das beste herauszuholen, ohne die Originalität zu zerstören. Der von Lenzkirch angedachte Ursprungszustand sollte wieder hergestellt werden, denn so hatten sie sich das nicht gedacht. Auf dem Holz waren Korrosionsflecken, die Vergoldung war teilweise schwarz, es war aber zu sehen, daß Feuervergoldung, statt Säurevergoldung aufgetragen war. Die Applikationen mußten behutsam abgenommen werden, ohne die Nägelchen zu verlieren, die Teil des Schmucks waren. Anschließend wurde das Holz gereinigt und zwar so, daß die originale Schellackoberfläche nicht beschädigt wird. Die Verzierungen mußten gereinigt werden, durften aber nicht in den Ultraschall, sonst wären kupferfarbige Teile herausgekommen. Also war Handarbeit angesagt. Sehr viele Stunden Handarbeit! Das Ergebnis können Sie hier auf den Bildern sehen, eine vorher/nachher Dokumentation finden Sie hier: KLICK

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 03 ___uhrwerk

Das Werk ist ein typisches Lenzkirch Pendulenwerk mit dicken runden Platinen, feinen Zapfen und einer Graham Hemmung. Das Uhrwerk wurde gereinigt und muß erst in etwa 7 Jahren wieder nachgesehen werden. Im Gegensatz zum Gehäuse war die Wiederherstellung des Uhrwerkes sehr einfach. Dies liegt an der hohen Qualität der Lenzkirch Uhrwerke.

___firmengeschichte

Ich zitiere hier stark verk√ľrzt meinen sehr gesch√§tzten Ratgeber, Hans-Heinrich Schmid, den Verfasser des “Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie”.

Am 31.08.1851 wurde die Aktiengesellschaft f√ľr Uhrenfabrikation, Lenzkirch (Alg- sp√§ter Agul) gegr√ľndet, die erste Uhrenfabrik im Schwarzwald.

Treibende Kraft f√ľr die Firmengr√ľndung war Eduard Hauser (*21.08.1825, +1900), der 1840 zur Ausbildung in die kleine Orchestrionfabrik Ignaz Sch√∂pperle sen. eintrat und die Herstellung von mechanischen Spielwerken erlernte. Da ihn aber der Uhrenbau interessierte, ging er f√ľr mehrere Jahre in die Schweiz und nach Frankreich, um die Herstellung pr√§ziser Uhrwerke kennenzulernen.

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 07Zur√ľckgekehrt gr√ľndete er 1846 mit Ignaz Sch√∂pperle (*1810, +1882), dem Sohn seines fr√ľheren Lehrherren, die Firma Sch√∂pperle & Hauser. Ihr Ziel war die fabrikm√§√üige Herstellung von pr√§zisen Uhrenteilen, die sie an die hausgewerblichen Schwarzw√§lder Uhrmacher verkaufen wollten. Diese verhielten sich sehr ablehnend und das Kapital wurde knapp. Als Geldgeber konnte die Handelsgesellschaft Faller, Tritscheler & Cie. gewonnen werden, die bedeutende Summen investierte und bis 1867 auch die Buchf√ľhrung der Firma √ľbernahm.

Die Gr√ľndungsmitglieder der Firma Lenzkirch im Jahre 1852 waren Hauser, Sch√∂pperle, Nikolaus Rogg, Paul und Nikolaus Tritscheler und Josef Wiest, die alle jeweils 5000 fl in die Gesellschaft einbrachten. Hauser wurde technischer Direktor und f√ľhrte durch seine vielen Erfindungen und Konstruktionen von Produktionsmaschinen, sowie durch solide Werkskonstruktionen die Firma rasch zur Weltbedeutung.

Bereits 1858 wurde Lenzkirch die erste Auszeichnung auf der Gewerbeausstellung in Villingen verliehen. Es folgten weitere 15 Auszeichnungen auf nationalen und internationalen Ausstellungen, u. a. M√ľnchen 1854, London 1862, Paris 1867 und 1900, Chile 1875, Philadelphia 1877, Barcelona 1888. Eduard Hauser erhielt auch viele pers√∂nliche Auszeichnungen: 1858 Verdienstmedaille, 1885 in Antwerpen Diplom mit Medaille und 1891 den Z√§hringer L√∂wenorden durch den Gro√üherzog von Baden.

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 08Anfangs wurden in Lenzkirch französische Rohwerke bezogen und eingebaut. Als der Import wegen der zunehmenden politischen Spannungen zwischen Deutschland und Frankreich immer schwieriger wurde, entwickelte Lenzkirch ab 1867 eigene Tischuhrwerke, Kleinregulatorenwerke und vor allem Reisewecker mit massiven Werken nach französischem Vorbild, die sehr gut verkauft wurden.

In erheblichem Umfang wurden auch Uhrenteile produziert. Die Firma Lenzkirch war die erste deutsche Firma, der die Herstellung von Uhren-Aufzugsfedern gelang und die damit den ganzen Schwarzwald belieferte. Uhrenfedern wurden n√§mlich vorher aus Frankreich importiert. Lenzkirch besa√ü eine eigene Gie√üerei, Walzwerk, S√§gerei, eine galvanische und mechanische Werkstatt, sowie eine gro√üe Geh√§usetischlerei, die durch ihre aufw√§ndigen Geh√§use den Ruf der Firma entscheidend begr√ľndete.

F√ľr die Geh√§use war der Sohn, Karl Albert Hauser verantwortlich, der u. a. an der Uhrmacherschule in Furtwangen seine Ausbildung erhielt und auch Architekt, Werkzeug- und Formenmacher war. Nach dem Willen seines Vaters h√§tte er zusammen mit seinem Bruder Emil die Firmenleitung √ľbernehmen sollen.

Noch 1895 stand das Unternehmen Lenzkirch an der Spitze der Uhrenfirmen in Deutschland. Da in Lenzkirch aber zu keiner Zeit Uhrwerke amerikanischer Bauweise gebaut wurden, ein Fehler, der die Firma Lenzkirch langfristig ihre Vorrangstellung in Deutschland kostete, beteiligte sich Lenzkirch auch nicht an den Verhandlungen mit den anderen deutschen Uhrenherstellern an den Uhrenkonventionen.

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 12Im Jahre 1900 wurde eine Musterkollektion von mehreren hundert Uhrenmodellen angeboten, von der Bodenstanduhr bis zum Wecker, f√ľr die etwa 160 (!) verschiedene Werke gefertigt wurden. Die Geh√§usemodelle waren Vorbild f√ľr alle deutschen Uhrenhersteller, vor allem f√ľr die Firmen in Schwenningen.

Doch der entscheidende R√ľckschlag kam im gleichen Jahr. Ein schwerer Brand, bei dem das ganz Uhrenlager in Flammen aufging, verursachte gro√üe Verluste. Ferner war die zu gro√üe Zahl der verschiedenen Werke und Geh√§useformen f√ľr die Firma ein zunehmendes Problem, das sich in deutlich h√∂heren Preisen gegen√ľber der Konkurrenz wiederspiegelte. Zum Vergleich: Der baugleiche Reisewecker der Firma Kienzle war etwa 30 % billiger.

Eduard Hauser zog sich im M√§rz 1899 aus dem Gesch√§ft zur√ľck und starb 1900. Beide S√∂hne schieden vermutlich wegen Differenzen in der Firmenleitung aus und wechselten zur HAU (Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik, Pfeilkreuz).

Danach ging es in Lenzkirch schnell bergab. Ein allzu gro√ües Beharrungsverm√∂gen lie√ü Lenzkirch den Anschlu√ü an die leichter und billiger zu entwickelnden “Amerikaner-Uhren” verpassen. Man blieb bei den soliden Massivwerken, die sich auf Grund der h√∂heren Preise nicht mehr verkaufen lie√üen und wurde dadurch im Absatz von immer mehr anderen Firmen √ľberrundet.

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 13Es ist nicht bekannt, wie die Firma Lenzkirch den ersten Weltkrieg √ľberstanden hat, aber es ist von einer R√ľstungsprodukion auszugehen, da man andernfalls zur Produktionsaufgabe gezwungen gewesen w√§re.

Als in der 20er Jahren der Absatz der Uhren immer schwieriger wurde, trat Lenzkirch 1927 der Interessengemeinschaft mit Junghans, HAU und Becker bei. Die durch die Absprachen erzielten Einsparungen reichten aber nicht aus und 1928 wurde Lenzkirch von Junghans √ľbernommen.

___technischedaten

Maße: ca. 28 x 12 x 10
Material Korpus: Nussbaum
Material Applikationen: Bronze, vergoldet
Uhrwerk: Lenzkirch Uhrwerk, Vollplatinen und Volltriebe, Ser. 268.+++ 1 Mio.
Zifferblatt: Porzellan, Zeiger vergoldet
Pendel: Pendulenpendel
Laufzeit: Etwa 12 Tage
Letzte Wartung des Uhrwerkes November 2020

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 11 ___preis

3.199,00 ‚ā¨

___pflege

  • nur Abstauben,
    kein feuchtes Abwischen!
  • keine (niemals!) M√∂belpolitur verwenden
  • keine direkte Sonneneinstrahlung und
  • kein Aufstellen neben √Ėfen, etc!

___zubehoer

Ausf√ľhrliche Pflege- und Bedienungsanleitung, Schl√ľssel.

___antiquitaeten

Alle Antiquit√§ten unterliegen dem nat√ľrlichen Alterungsprozess. Dies kann sich dadurch √§u√üern, da√ü Holz verzogen ist, das es Wurml√∂cher gibt (trifft hier nicht zu!).

Diese Dinge muß man hinnehmen, sie mindern nicht den Wert. Alle Mängel, die die Gebrauchsfähigkeit stören oder die Optik negativ beeinflussen, werden beseitigt, sofern das möglich ist.

Hier ist aber immer ein Kompromiss zu finden, um den Wert zu erhalten. Überrestaurierte Antiquitäten besitzen keinen Reiz mehr und sind wertlos.

___antikeuhrwerke

Konstruktive M√§ngel der Werke m√ľssen hingenommen werden (trifft hier nicht zu!), da es nicht zur Aufgabe der Restaurierung geh√∂rt, eine Antiquit√§t zu verbessern.

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 10Zu Konstruktionsm√§ngeln z√§hlen u. a. ung√ľnstig geformte Triebstirnseiten, horizontal stehende Spindelr√§der sowie gro√üe und flache √Ėlsenkungen und vieles mehr.

Es liegt in der Natur der Sache, da√ü an manchen Uhrwerken Reparaturspuren zu sehen sind, denn wir haben es mit √ľber 100 Jahre alten Uhrwerken zutun, die im Laufe ihres Lebens durch mehrere Uhrmacherh√§nde gegangen sind.

Auch Zifferbl√§tter k√∂nnen Altersspuren zeigen, wie feine Haarrisse, etc.. Damit m√ľssen wir als Liebhaber von Antiquit√§ten leben.

___versandkosten

Nicht empfehlenswert! Der Versand erfolgt auf eigene Gefahr! Dazu sollten Sie wissen, da√ü die Versender in ihren Gesch√§ftsbedingungen Uhren und Schmuck von der Versicherung ausschlie√üen. Die Kosten f√ľr Verpackung und Versand betragen 12,50 ‚ā¨. Sie k√∂nnen die Uhr auch bezahlen und bei einer geplanten Berlin Reise bei mir abholen.

___akzeptiertezahlungsmethoden

√úberweisung, Vorkasse. Barzahlung bei Abholung.

 

Die hier angebotenen Uhren sind alle frisch restauriert, bzw. die Uhrwerke frisch gereinigt und aufgezogen. Die Lieferung erfolgt aus Sicherheitsgr√ľnden erst nach Ablauf des Uhrwerkes, wenn keine Spannung mehr auf den Federn ist.

Dies kann bis zu 14 Tagen dauern. W√§hrend dieser Zeit werden die Uhren kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert. Ich habe damit die Sicherheit, eine 100 % funktionst√ľchtige Uhr abzugeben und Sie haben die Sicherheit, da√ü Sie eine Uhr erhalten, die Sie nicht entt√§uschen wird.

___garantie

1 Jahr

___ineigenersache

Ein automobiler Scheunenfund kann weder am Straßenverkehr teilnehmen, noch wird er Schönheitspreise gewinnen.

Ein Dachbodenfund wird erst dann die Zeit zuverl√§ssig anzeigen und ein Schmuckst√ľck Ihrer Wohnung sein, wenn er fachm√§nnisch restauriert worden ist. Uhren, die Sie bei mir erwerben, bringen diese Qualit√§ten mit.

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 15

Lenzkirch Engelsuhr Engels Pendule 14

Ich gebe auf meine Uhren Garantie. Das bedeutet f√ľr Sie die Sicherheit, eine Uhr zu erwerben, die nicht nur ihre Aufgabe, die Zeit anzuzeigen, zuverl√§ssig erf√ľllen wird, sondern dar√ľber hinaus eine Wertanlage f√ľr die Zukunft darstellt.

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