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Buffetuhr, Berger & Würker und Lenzkirch

Bitte haben Sie etwas Geduld beim Laden der Seite. Eine ausführliche Beschreibung erfordert eine ebenso ausführliche Bebilderung. Sie werden nicht enttäuscht sein.

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Die angebotenen Artikel sind ausnahmslos fachgerecht restauriert und zwar aus einer Hand. Sie haben also nach einem Kauf nicht zuerst den Restaurator und dann den Uhrmacher Lenzkirch_Berger_und_Würker_09aufzusuchen, um eine Wohnzimmer fertige Uhr zu erhalten, die auch funktioniert.

Es gibt so gut wie keine Uhrmacher mehr, die auch Gehäuse restaurieren können.

Beim Restaurator bezahlen Sie so viel, wie die Restauration einer Kommode kostet. In meinen Preisen ist also die Restaurations- und Uhrmacherarbeit, sowie eine 1 jährige Garantie einkalkuliert, die sie woanders (gekauft wie gesehen, keine Rücknahme ... ) nicht erhalten. Sie kaufen hier ohne Risiko, Folgekosten und Reue.

 

_beschreibung

Sehr exklusive Buffetuhr aus den Jahren 1920 - 1925. Diese Tisch- oder Kommodenuhr entstand in Zusammenarbeit von Berger & Würker mit der Uhrenfabrik Lenzkirch. Das Gehäuse trägt auf der Rückseite eine entsprechende Plakette mit den Initialen B&W/L Die Uhr hat wenig mit den massenhaft hergestellten Buffetuhren der Lenzkirch Konkurrenz zu tun, bei denen schon sehr am Material und an den Werken (Amerikanerwerke) gespart wurde. Sie sieht heute noch so gut aus, weil das Material sehr sorgfältig ausgewählt wurde, das Furnier sehr dick ist.

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Nicht zuletzt am heutigen Erhaltungszustand kann man sehen, wie sorgfältig und gut die Uhr gearbeitet wurde. Das Gehäuse ist zum Teil massiv aus Eichenholz geschnitzt. Da, wo es Gehäuse technisch nicht möglich war, wurde dickes Eichenholz Furnier auf das Blindholz geleimt, das aus Kierfernholz besteht. Der Sockel und die Zierelemente sind aus Eichenholz geschnitzt.

Lenzkirch_Berger_und_Würker_08Auch das Zifferblatt ist sehr luxuriös ausgestattet. Es ist mehrteilig. Porzellan Kartuschen liegen im ovalen, mit vielen Ornamenten ausgestalteten, vergoldeten Zifferblatt. Die Zeiger sind fein ziseliert und zweifarbig, schwarz und gold.

Die Uhr zeigt nur sehr wenige Gebrauchsspuren, da alles gereinigt und neu poliert wurde. Es gibt keine erwähnenswerte Macken oder Beschädigungen am Holz.

_uhrwerk

Luxuriös wie das Gehäuse ist auch das Lenzkirch Uhrwerk. Es trägt die Punzen 2 Mio. und die Werksnummer 004.778, die Schriftzüge Lenzkirch und Agul.

Die Räder laufen zwischen dicken Platinen über Volltriebe, die Graham Hemmung sorgt für hohe Präzision, das Rechenschlagwerk für die Anwender Freundlichkeit, denn die Uhr schlägt immer, was die Zeiger anzeigen. Zur halben Stunde einmal, zur vollen Stunde die Uhrzeit. Der Klang ist voll, dunkel, mit langem Nachhall, was dem massiven Klangkörper und dem dicken Hämmerchen zu verdanken ist. Auch das Eiche Gehäuse dient als Resonanzkörper für den Gong.

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_techdat

Maße: ca. 47 x 27 x 16 ( B x H x T in cm)
Material Korpus: Eiche, Kiefer, Fichte
Material Applikationen: Eiche, Messing (Zifferblatt)
Uhrwerk: Lenzkirch Uhrwerk, Graham Hemmung, Vollplatinen, Volltriebe
Zifferblatt: Messing, vergoldet, Porzellan Kartuschen, guter Zustand, sauber
Pendel: Pendulen Pendel, Lenzkirch
Laufzeit: Etwa 8 Tage
Letzte Wartung des Uhrwerkes November 2019, nächste Wartung in 5 Jahren!

_firmengeschichte

Ich zitiere hier stark verkürzt meinen sehr geschätzten Ratgeber, Hans-Heinrich Schmid, den Verfasser des “Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie”.

Lenzkirch_Berger_und_Würker_04Am 31.08.1851 wurde die Aktiengesellschaft für Uhrenfabrikation, Lenzkirch (Alg- später Agul) gegründet, die erste Uhrenfabrik im Schwarzwald.Treibende Kraft für die Firmengründung war Eduard Hauser (*21.08.1825, +1900), der 1840 zur Ausbildung in die kleine Orchestrionfabrik Ignaz Schöpperle sen. eintrat und die Herstellung von mechanischen Spielwerken erlernte.

Da ihn aber der Uhrenbau interessierte, ging er für mehrere Jahre in die Schweiz und nach Frankreich, um die Herstellung präziser Uhrwerke kennenzulernen. Zurückgekehrt gründete er 1846 mit Ignaz Schöpperle (*1810, +1882), dem Sohn seines früheren Lehrherren, die Firma Schöpperle & Hauser. Ihr Ziel war die fabrikmäßige Herstellung von präzisen Uhrenteilen, die sie an die hausgewerblichen Schwarzwälder Uhrmacher verkaufen wollten. Diese verhielten sich sehr ablehnend und das Kapital wurde knapp. Als Geldgeber konnte die Handelsgesellschaft Faller, Tritscheler & Cie. gewonnen werden, die bedeutende Summen investierte und bis 1867 auch die Buchführung der Firma übernahm.

Die Gründungsmitglieder der Firma Lenzkirch im Jahre 1852 waren Hauser, Schöpperle, Nikolaus Rogg, Paul und Nikolaus Tritscheler und Josef Wiest, die alle jeweils 5000 fl in die Gesellschaft einbrachten. Hauser wurde technischer Direktor und führte durch seine vielen Erfindungen und Konstruktionen von Produktionsmaschinen, sowie durch solide Werkskonstruktionen die Firma rasch zur Weltbedeutung.

Bereits 1858 wurde Lenzkirch die erste Auszeichnung auf der Gewerbeausstellung in Villingen verliehen. Es folgten weitere 15 Auszeichnungen auf nationalen und internationalen Ausstellungen, u. a. München 1854, London 1862, Paris 1867 und 1900, Chile 1875, Philadelphia 1877, Barcelona 1888. Eduard Hauser erhielt auch viele persönliche Auszeichnungen: 1858 Verdienstmedaille, 1885 in Antwerpen Diplom mit Medaille und 1891 den Zähringer Löwenorden durch den Großherzog von Baden.

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Anfangs wurden in Lenzkirch französische Rohwerke bezogen und eingebaut. Als der Import wegen der zunehmenden politischen Spannungen zwischen Deutschland und Frankreich immer schwieriger wurde, entwickelte Lenzkirch ab 1867 eigene Tischuhrwerke, Kleinregulatorenwerke und vor allem Reisewecker mit massiven Werken nach französischem Vorbild, die sehr gut verkauft wurden.

In erheblichem Umfang wurden auch Uhrenteile produziert. Die Firma Lenzkirch war die erste deutsche Firma, der die Herstellung von Uhren-Aufzugsfedern gelang und die damit den ganzen Schwarzwald belieferte. Uhrenfedern wurden nämlich vorher aus Frankreich importiert. Lenzkirch besaß eine eigene Gießerei, Walzwerk, Sägerei, eine galvanische und mechanische Werkstatt, sowie eine große Gehäusetischlerei, die durch ihre aufwändigen Gehäuse den Ruf der Firma entscheidend begründete.

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Für die Gehäuse war der Sohn, Karl Albert Hauser verantwortlich, der u. a. an der Uhrmacherschule in Furtwangen seine Ausbildung erhielt und auch Architekt, Werkzeug- und Formenmacher war. Nach dem Willen seines Vaters hätte er zusammen mit seinem Bruder Emil die Firmenleitung übernehmen sollen.

Noch 1895 stand das Unternehmen Lenzkirch an der Spitze der Uhrenfirmen in Deutschland. Da in Lenzkirch aber zu keiner Zeit Uhrwerke amerikanischer Bauweise gebaut wurden, ein Fehler, der die Firma Lenzkirch langfristig ihre Vorrangstellung in Deutschland kostete, beteiligte sich Lenzkirch auch nicht an den Verhandlungen mit den anderen deutschen Uhrenherstellern an den Uhrenkonventionen.

Lenzkirch_Berger_und_Würker_13Im Jahre 1900 wurde eine Musterkollektion von mehreren hundert Uhrenmodellen angeboten, von der Bodenstanduhr bis zum Wecker, für die etwa 160 (!) verschiedene Werke gefertigt wurden. Die Gehäusemodelle waren Vorbild für alle deutschen Uhrenhersteller, vor allem für die Firmen in Schwenningen.

Doch der entscheidende Rückschlag kam im gleichen Jahr. Ein schwerer Brand, bei dem das ganz Uhrenlager in Flammen aufging, verursachte große Verluste. Ferner war die zu große Zahl der verschiedenen Werke und Gehäuseformen für die Firma ein zunehmendes Problem, das sich in deutlich höheren Preisen gegenüber der Konkurrenz wiederspiegelte. Zum Vergleich: Der baugleiche Reisewecker der Firma Kienzle war etwa 30 % billiger.

Eduard Hauser zog sich im März 1899 aus dem Geschäft zurück und starb 1900. Beide Söhne schieden vermutlich wegen Differenzen in der Firmenleitung aus und wechselten zur HAU (Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik, Pfeilkreuz).

Danach ging es in Lenzkirch schnell bergab. Ein allzu großes Beharrungsvermögen ließ Lenzkirch den Anschluß an die leichter und billiger zu entwickelnden “Amerikaner-Uhren” verpassen. Man blieb bei den soliden Massivwerken, die sich auf Grund der höheren Preise nicht mehr verkaufen ließen und wurde dadurch im Absatz von immer mehr anderen Firmen überrundet.

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Es ist nicht bekannt, wie die Firma Lenzkirch den ersten Weltkrieg überstanden hat, aber es ist von einer Rüstungsprodukion auszugehen, da man andernfalls zur Produktionsaufgabe gezwungen gewesen wäre.

 

Als in der 20er Jahren der Absatz der Uhren immer schwieriger wurde, trat Lenzkirch 1927 der Interessengemeinschaft mit Junghans, HAU und Becker bei. Die durch die Absprachen erzielten Einsparungen reichten aber nicht aus und 1928 wurde Lenzkirch von Junghans übernommen

Lenzkirch_Berger_und_Würker_15 _pflege

  • nur Abstauben,
    kein feuchtes Abwischen!
  • keine Möbelpolitur verwenden,
  • keine direkte Sonneneinstrahlung und
  • kein Aufstellen neben Öfen, etc
  • niemals am Zifferblatt herum putzen, nur klares Wasser ist beim Zifferblatt erlaubt!

_zubehoer

Ausführliche Pflege- und Bedienungsanleitung, Schlüssel.

_antiqui

Alle Antiquitäten unterliegen dem natürlichen Alterungsprozess. Dies kann sich dadurch äußern, daß Holz verzogen ist, das es Wurmlöcher gibt.

Lenzkirch_Berger_und_Würker_16Diese Dinge muß man hinnehmen, sie mindern nicht den Wert. Alle Mängel, die die Gebrauchsfähigkeit stören oder die Optik negativ beeinflussen, werden beseitigt, sofern das möglich ist.

Hier ist aber immer ein Kompromiss zu finden, um den Wert zu erhalten. Überrestaurierte Antiquitäten besitzen keinen Reiz mehr und sind wertlos.

_antikuhrwerke

Konstruktive Mängel der Werke müssen hingenommen werden, da es nicht zur Aufgabe der Restaurierung gehört, eine Antiquität zu verbessern.

Zu Konstruktionsmängeln zählen u. a. ungünstig geformte Triebstirnseiten, horizontal stehende Spindelräder sowie große und flache Ölsenkungen und vieles mehr.

Es liegt in der Natur der Sache, daß an manchen Uhrwerken Reparaturspuren zu sehen sind, denn wir haben es mit über 100 Jahre alten Uhrwerken zutun, die im Laufe ihres Lebens durch mehrere Uhrmacherhände gegangen sind.

Auch Zifferblätter können Altersspuren zeigen, wie feine Haarrisse, etc.. Damit müssen wir als Liebhaber von Antiquitäten leben.

____preis

899,00 €

_versand

Die Kosten für Verpackung und Versand betragen 22,50 €. Die Uhr kann ohne großes Versandrisiko verschickt werden, da sie sich nicht verstellen kann

_zahlung

Überweisung, Vorkasse. Barzahlung bei Abholung.

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_lieferzeit

Die hier angebotenen Uhren sind alle frisch restauriert, bzw. die Uhrwerke frisch gereinigt und aufgezogen. Die Lieferung erfolgt aus Sicherheitsgründen erst nach Ablauf des Uhrwerkes, wenn keine Spannung mehr auf den Federn ist.

Lenzkirch_Berger_und_Würker_18Dies kann bis zu 14 Tagen dauern. Während dieser Zeit werden die Uhren kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert. Ich habe damit die Sicherheit, eine 100 % funktionstüchtige Uhr abzugeben und Sie haben die Sicherheit, daß Sie eine Uhr erhalten, die Sie nicht enttäuschen wird.

_garantie

1 Jahr

_ineigenersache

Ein automobiler Scheunenfund kann weder am Straßenverkehr teilnehmen, noch wird er Schönheitspreise gewinnen.

Ein Dachbodenfund wird erst dann die Zeit zuverlässig anzeigen und ein Schmuckstück Ihrer Wohnung sein, wenn er fachmännisch restauriert worden ist. Uhren, die Sie bei mir erwerben, bringen diese Qualitäten mit.

Ich gebe auf meine Uhren Garantie. Das bedeutet für Sie die Sicherheit, eine Uhr zu erwerben, die nicht nur ihre Aufgabe, die Zeit anzuzeigen, zuverlässig erfüllen wird, sondern darüber hinaus eine Wertanlage für die Zukunft darstellt.

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Das Kopieren aus meinen Verkaufstexten, oder gar die Verwendung meiner Fotos, ohne meine Erlaubnis bringt Ihnen Post von meiner Anwältin. Das gilt insbesondere für privat(gewerbliche) ebay Vekäufer, die sich ohne eigene Mühe und unter Umgehung des Fernabsatzgesetzes (Versandhaftung, Gewährleistung) mal eben den schnellen € machen wollen.

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