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Lenzkirch Louis Philippe Regulator

Bitte haben Sie etwas Geduld beim Laden der Seite. Eine ausführliche Beschreibung erfordert eine ebenso ausführliche Bebilderung. Sie werden nicht enttäuscht sein. Die Aufnahmen wurden mit einer digitalen Spiegelreflex-Vollformatkamera gemacht. Die Farben, die Sie hier sehen, entsprechen exakt der Wirklichkeit. Sofern Ihr Bildschirm korrekt kalibriert ist, sehen Sie auch eine originalgetreue Darstellung.

Lenzkirch Regulator Louis Philippe 13Hier finden Sie ausschließlich gereinigte und restaurierte Uhren mit gereinigten Werken und einer freiwilligen Garantie von einem Jahr auf die Lauffähigkeit ohne wenn und aber. Woanders bekommen Sie “Privatverkauf ohne Rücknahme” oder ”Versand auf eigenes Risiko”!

_beschreibung

Bildschöner Regulator der Uhrenfabrik Lenzkirch aus den Jahren 1860/65. Es handelt sich nicht um eine Renaissance des Louis Philippe Stils, der immer wieder aufkam, sondern um eine Uhr, die zu der Zeit schon gelebt hat. Um so beachtenswerter ist der Zustand dieser Uhr. Auch das alte blasige Glas ist original erhalten geblieben.

Wenn Sie zu den Sammlern gehören, die Wert auf bestmöglichen Erhaltungszustand legen, oder restaurierte Uhren bevorzugen, sind Sie hier richtig. Diese antike Wanduhr ist in tadellosem Zustand. Das Nußbaumgehäuse, mit ebonisierten Applikationen geschmückt, in warmen Farben und sorgfältig ausgewählten Holzarten, zeigt nur wenige Gebrauchsspuren. Das Gehäuse ist sehr sauber, seidig glänzend und neutral riechend.

Wie Sie sehen, wurden am Gehäuse dieser Uhr die schmückenden Elemente sparsam verarbeitet. Der Regulator wirkt durch die Holzverarbeitung und die gezielt eingesetzten Applikationen nicht überladen, sondern elegant und luftig.

_uhrwerk

Das Uhrwerk ist ein präzise gearbeitetes Vollplatinen Uhrwerk aus der Serie 26 (26 Schwingungen/ 1/4 Minute). Es handelt sich also um ein 42’er Uhrwerk, Pendellänge 42 cm. Feinste Zapfen in dicken Platinen minimieren die Reibung und damit den Verschleiß der mechanischen Teile. Eine Graham Hemmung sorgt für ein leises Laufgeräusch und äußerste Präzision. Ein Schloßscheiben Schlagwerk ist tonangebend. Die Uhr schlägt halb- und stündlich auf einen Rundbogengong. Dies tut sie sehr wohltönend und dunkel klingend, mit langem Nachhall.

Lenzkirch Regulator Louis Philippe 10 _techdat

Maße: ca. 90 x 34 x 18,5 (Höhe x Breite x Tiefe in cm)
Material Korpus: Kiefer, mit Edelhölzern furniert, Nußbaum Vollholz
Applikationen: Ebonisiert
Uhrwerk: Lenzkirch Uhrwerk
, 1855/1860, ohne weitere Markierungen, hochwertiges Schloßscheiben Schlagwerk mit halbstündlichem Schlag auf eine Tonspirale, Vollplatinen und Volltriebe, Graham Hemmung
Zifferblatt: Emaille, gut erhalten, Lünette aus Messing
Pendelstab: Massivholzstange, luftdicht lackiert
Pendellinse: Emaille, Blei, Messing
Laufzeit: Etwa 12 Tage

* Um es den Fälschern schwerer zu machen, werden keine Werksnummern mehr vollständig veröffentlicht!

_zubehoer

Originaler Lenzkirch Schlüssel, originale Wand- Abstandshalter mit Schrauben, ausführliche Pflege- und Bedienungsanleitung, Schlüssel.

_firmengeschichte

Ich zitiere hier stark verkürzt meinen sehr geschätzten Ratgeber, Hans-Heinrich Schmid, den Verfasser des “Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie”.

Lenzkirch - Agul- Lenzkircher Uhrenfabrik AG

Am 31.08.1851 wurde die Aktiengesellschaft für Uhrenfabrikation, Lenzkirch (Alg- später Agul) gegründet, die erste Uhrenfabrik im Schwarzwald. Treibende Kraft für die Firmengründung war Eduard Hauser (*21.08.1825, +1900), der 1840 zur Ausbildung in die kleine Orchestrionfabrik Ignaz Schöpperle sen. eintrat und die Herstellung von mechanischen Spielwerken erlernte. Da ihn aber der Uhrenbau interessierte, ging er für mehrere Jahre in die Schweiz und nach Frankreich, um die Herstellung präziser Uhrwerke kennenzulernen.

Zurückgekehrt gründete er 1846 mit Ignaz Schöpperle (*1810, +1882), dem Sohn seines früheren Lehrherren, die Firma Schöpperle & Hauser.

Lenzkirch Regulator Louis Philippe 12Ihr Ziel war die fabrikmäßige Herstellung von präzisen Uhrenteilen, die sie an die hausgewerblichen Schwarzwälder Uhrmacher verkaufen wollten. Diese verhielten sich sehr ablehnend und das Kapital wurde knapp.

Als Geldgeber konnte die Handelsgesellschaft Faller, Tritscheler & Cie. gewonnen werden, die bedeutende Summen investierte und bis 1867 auch die Buchführung der Firma übernahm.

Die Gründungsmitglieder der Firma Lenzkirch im Jahre 1852 waren Hauser, Schöpperle, Nikolaus Rogg, Paul und Nikolaus Tritscheler und Josef Wiest, die alle jeweils 5000 fl in die Gesellschaft einbrachten.

Hauser wurde technischer Direktor und führte durch seine vielen Erfindungen und Konstruktionen von Produktionsmaschinen, sowie durch solide Werkskonstruktionen die Firma rasch zur Weltbedeutung.

Bereits 1858 wurde Lenzkirch die erste Auszeichnung auf der Gewerbeausstellung in Villingen verliehen. Es folgten weitere 15 Auszeichnungen auf nationalen und internationalen Ausstellungen, u. a. München 1854, London 1862, Paris 1867 und 1900, Chile 1875, Philadelphia 1877, Barcelona 1888.

Eduard Hauser erhielt auch viele persönliche Auszeichnungen: 1858 Verdienstmedaille, 1885 in Antwerpen Diplom mit Medaille und 1891 den Zähringer Löwenorden durch den Großherzog von Baden.

Anfangs wurden in Lenzkirch französische Rohwerke bezogen und eingebaut. Als der Import wegen der zunehmenden politischen Spannungen zwischen Deutschland und Frankreich immer schwieriger wurde, entwickelte Lenzkirch ab 1867 eigene Tischuhrwerke, Kleinregulatorenwerke und vor allem Reisewecker mit massiven Werken nach französischem Vorbild, die sehr gut verkauft wurden.

In erheblichem Umfang wurden auch Uhrenteile produziert. Die Firma Lenzkirch war die erste deutsche Firma, der die Herstellung von Uhren-Aufzugsfedern gelang und die damit den ganzen Schwarzwald belieferte. Uhrenfedern wurden nämlich vorher aus Frankreich importiert.

Lenzkirch besaß eine eigene Gießerei, Walzwerk, Sägerei, eine galvanische und mechanische Werkstatt, sowie eine große Gehäusetischlerei, die durch ihre aufwändigen Gehäuse den Ruf der Firma entscheidend begründete.

Für die Gehäuse war der Sohn, Karl Albert Hauser verantwortlich, der u. a. an der Uhrmacherschule in Furtwangen seine Ausbildung erhielt und auch Architekt, Werkzeug- und Formenmacher war.

Nach dem Willen seines Vaters hätte er zusammen mit seinem Bruder Emil die Firmenleitung übernehmen sollen.

Lenzkirch Regulator Louis Philippe 09Noch 1895 stand das Unternehmen Lenzkirch an der Spitze der Uhrenfirmen in Deutschland. Da in Lenzkirch aber zu keiner Zeit Uhrwerke amerikanischer Bauweise gebaut wurden, ein Fehler, der die Firma Lenzkirch langfristig ihre Vorrangstellung in Deutschland kostete, beteiligte sich Lenzkirch auch nicht an den Verhandlungen mit den anderen deutschen Uhrenherstellern an den Uhrenkonventionen.

Im Jahre 1900 wurde eine Musterkollektion von mehreren hundert Uhrenmodellen angeboten, von der Bodenstanduhr bis zum Wecker, für die etwa 160 (!) verschiedene Werke gefertigt wurden. Die Gehäusemodelle waren Vorbild für alle deutschen Uhrenhersteller, vor allem für die Firmen in Schwenningen.

Doch der entscheidende Rückschlag kam im gleichen Jahr. Ein schwerer Brand, bei dem das ganz Uhrenlager in Flammen aufging, verursachte große Verluste. Ferner war die zu große Zahl der verschiedenen Werke und Gehäuseformen für die Firma ein zunehmendes Problem, das sich in deutlich höheren Preisen gegenüber der Konkurrenz wiederspiegelte. Zum Vergleich: Der baugleiche Reisewecker der Firma Kienzle war etwa 30 % billiger.

Eduard Hauser zog sich im März 1899 aus dem Geschäft zurück und starb 1900. Beide Söhne schieden vermutlich wegen Differenzen in der Firmenleitung aus und wechselten zur HAU (Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik, Pfeilkreuz).

Danach ging es in Lenzkirch schnell bergab. Ein allzu großes Beharrungsvermögen ließ Lenzkirch den Anschluß an die leichter und billiger zu entwickelnden “Amerikaner-Uhren” verpassen. Man blieb bei den soliden Massivwerken, die sich auf Grund der höheren Preise nicht mehr verkaufen ließen und wurde dadurch im Absatz von immer mehr anderen Firmen überrundet.

Es ist nicht bekannt, wie die Firma Lenzkirch den ersten Weltkrieg überstanden hat, aber es ist von einer Rüstungsprodukion auszugehen, da man andernfalls zur Produktionsaufgabe gezwungen gewesen wäre.

Als in der 20er Jahren der Absatz der Uhren immer schwieriger wurde, trat Lenzkirch 1927 der Interessengemeinschaft mit Junghans, HAU und Becker bei. Die durch die Absprachen erzielten Einsparungen reichten aber nicht aus und 1928 wurde Lenzkirch von Junghans übernommen.

Lenzkirch Regulator Louis Philippe 13 _pflege

  • nur Abstauben, kein feuchtes Abwischen!
  • keine Möbelpolitur verwenden,
  • keine direkte Sonneneinstrahlung und
  • kein Aufstellen neben Öfen, etc!

_antiqui

Alle Antiquitäten unterliegen dem natürlichen Alterungsprozess. Dies kann sich dadurch äußern, daß Holz verzogen ist, das es Wurmlöcher gibt.

Diese Dinge muß man hinnehmen, sie mindern nicht den Wert. Alle Mängel, die die Gebrauchsfähigkeit stören oder die Optik negativ beeinflussen, werden beseitigt, sofern das möglich ist.

Hier ist aber immer ein Kompromiss zu finden, um den Wert zu erhalten. Überrestaurierte Antiquitäten besitzen keinen Reiz mehr und sind wertlos.

Diese Uhren haben 2 Weltkriege überlebt. Wer sich an Gebrauchsspuren, Patina, leichten Blessuren, Zeigern, gebrauchten Zifferblättern stört, kaufe sich eine moderne, mit Furnier überzogene Wanduhr aus Press- oder Spanplattenholz und sei damit glücklich.

_antikuhrwerke

Konstruktive Mängel der Werke müssen hingenommen werden, da es nicht zur Aufgabe der Restaurierung gehört, eine Antiquität zu verbessern.

Zu Konstruktionsmängeln zählen u. a. ungünstig geformte Triebstirnseiten, horizontal stehende Spindelräder sowie große und flache Ölsenkungen und vieles mehr.

Es liegt in der Natur der Sache, daß an manchen Uhrwerken Reparaturspuren zu sehen sind, denn wir haben es mit über 100 Jahre alten Uhrwerken zutun, die im Laufe ihres Lebens durch mehrere Uhrmacherhände gegangen sind.

Auch Zifferblätter können Altersspuren zeigen, wie feine Haarrisse, etc.. Damit müssen wir als Liebhaber von Antiquitäten leben.

____preis

1.299,00 €

_versand

22,50 € Versand- und Verpackungskosten mit Glasschutz. Diese Uhr sollte wegen des seltenen Glases nicht verschickt werden! Holen Sie sie bitte ab.

Lenzkirch Regulator Louis Philippe 14 _zahlung

Vorkasse bei Versand, ansonsten Anzahlung, Bar- Restzahlung bei Abholung, Geldscheine über 200 € können nicht angenommen werden.

_lieferzeit

Die hier angebotenen Uhren sind alle frisch restauriert, bzw. die Uhrwerke frisch gereinigt und aufgezogen. Die Lieferung erfolgt aus Sicherheitsgründen erst nach Ablauf des Uhrwerkes, wenn keine Spannung mehr auf den Federn ist. Dies kann bis zu 14 Tagen dauern. Während dieser Zeit werden die Uhren kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert. Ich habe damit die Sicherheit, eine 100 % funktionstüchtige Uhr abzugeben und Sie haben die Sicherheit, daß Sie eine Uhr erhalten, die Sie nicht enttäuschen wird.

_garantie

Wider Erwarten auftretende Reparaturarbeiten am verkauften Uhrwerk innerhalb des ersten  Jahres gehen zu meinen Lasten.

Die Gewährleistung erstreckt sich nicht auf antike Gehäuse und Verschleißteile wie Federn, etc.. Diese Kosten müssen Sie übernehmen. Das Auswechseln ist während der Garantiezeit kostenlos!

Die Versandkosten dazu trägt der Käufer. Unfrei verschickte Ware kann aus organisatorischen Gründen nicht entgegengenommen werden.

Aus aktuellem Anlaß möchte ich darauf hinweisen, daß es keinen Ersatz oder Gewährleistung für mutwillig beschädigte Ware gibt. Über die Fabrikationsnummern der Uhrwerke wird Buch geführt.

Eigenmächtige Reparaturversuche, egal welcher Art, am Uhrwerk führen zum sofortigen Verlust der Garantie, dies gilt auch für Eingriffe am Gehäuse, wie das Festkleben von Aufsätzen, Zapfen, etc..

Die Ware wird grundsätzlich versichert verschickt, beim Einpacken überzeugen wir uns zu zweit davon, daß alles in Ordnung ist und die Ware sachgerecht verpackt auf die Reise geht. Die Verpackung jeder Uhr wird fotografiert.

Lenzkirch Regulator Louis Philippe 15

_ineigenersache

Ein automobiler Scheunenfund kann weder am Straßenverkehr teilnehmen, noch wird er Schönheitspreise gewinnen.

Ein Dachbodenfund wird erst dann die Zeit zuverlässig anzeigen und ein Schmuckstück Ihrer Wohnung sein, wenn er fachmännisch restauriert worden ist. Uhren, die Sie bei mir erwerben, bringen diese Qualitäten mit. Ich gebe auf meine Uhren Garantie. Das bedeutet für Sie die Sicherheit, eine Uhr zu erwerben, die nicht nur ihre Aufgabe, die Zeit anzuzeigen, zuverlässig erfüllen wird, sondern darüber hinaus eine Wertanlage für die Zukunft darstellt.

 

Das Kopieren aus meinen Verkaufstexten ohne meine Erlaubnis bringt Ihnen Post von meiner Anwältin. Das gilt insbesondere für privat(gewerbliche) ebay Vekäufer, die sich ohne eigene Mühe und unter Umgehung des Fernabsatzgesetzes (Versandhaftung, Gewährleistung) mal eben den schnellen € machen wollen.

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